„Hospiz ist kein Ort an dem wir uns einrichten,
sondern eine Haltung mit der wir uns begegnen.“

Cicely Saunders – Ärztin, Sozialarbeiterin und Krankenschwester

Hilfreiche Informationen zum Herunterladen

Was ist im Todesfall zu tun?

Anregungen und Hilfe für betroffene Angehörige

Nach einem Todesfall  gibt es für die Angehörigen  viel  zu tun, während sie gleichzeitig oft tief erschüttert sind. Besonders wenn der Todesfall überraschend eingetreten ist, stehen die Hinterbliebenen oft unter Schock. Trotzdem müssen sie in nur wenigen Tagen schwierige Aufgaben und Formalitäten erledigen.

Dieses  Merkblatt soll helfen, möglichst wenig zu vergessen. Es ist nach ungefähren Zeitabschnitten gegliedert. Um eine bessere Lesbarkeit zu gewährleisten verwenden wir nur die männliche Form.

Ernährung und Flüssigkeit bei Schwerkranken und Sterbenden

Entscheidungshilfe für Patienten, Angehörige und Fachpersonal

Nahezu alle Menschen mit einer schweren Erkrankung leiden unter Appetitlosigkeit. Es gibt Situationen, in denen es sinnvoll ist, eine durch Appetitlosigkeit entstehenden Mangelernährung zu verhindern. Dazu zählen akute Erkrankungen, schwere Traumen und der Anfang einer chronischen Erkrankung. In diesen Fällen kann man versuchen mit Hilfe spezieller Kostformen, hochkalorischer Ernährung und Vitamingaben, eventuell auch durch künstliche Ernährungstherapie die Abmagerung zu vermeiden. Damit kann das Allgemeinbefinden gebessert und die Heilung beschleunigt werden. Auch anstrengende Therapien sind besser auszuhalten.
Ganz anders stellt es sich bei fortgeschrittenem Krankheitsverlauf in einer palliativen Behandlungssituation dar.

Morphingabe bei Atemnot

Information für Patienten, Angehörige und Fachpersonal

Zunehmende Atemnot ist ein Hauptproblem bei Sterbenden.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, der Atemnot wirksam zu begegnen.

Ein Mensch mit Atemnot soll nicht allein gelassen werden:

  • Eine ruhige Umgebung schaffen und Hektik vermeiden
  • Fenster öffnen
  • Oberkörper hochlagern
  • Atemanleitung geben
  • Für Ablenkung sorgen
  • Kleidung lockern
  • Nicht zu eng ums Bett stehen

All das können schon hilfreiche Maßnahmen sein. Doch manchmal reicht das nicht aus.

Vorsorge für Unfall, Krankheit, Alter

Information für jede volljährige Person

Jeder von uns kann in die Lage kommen, dass er wichtige Angelegenheiten seines Lebens nicht mehr selbstverantwortlich regeln kann. Viele der dann auftauchenden

Fragen können bereits im Vorfeld geklärt werden, z. B:

●Was wird, wenn ich auf die Hilfe anderer angewiesen bin?
● Wer handelt und entscheidet für mich?
● Wer sorgt dafür, dass dann mein Wille beachtet wird?
● Wer entscheidet bei Operationen und medizinischen Maßnahmen?
● Vor allem aber, wer kümmert sich um meine Wünsche und Bedürfnisse?

Notfallmappe des Landratsamtes Pfaffenhofen a.d.Ilm

Hier finden Sie unsere Jahresrückblicke

 

 

für das Jahr 2025         für das Jahr 2024          für das Jahr 2023
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Veranstaltungen

Highlights aus den vergangenen Jahren

Der Hospizverein Pfaffenhofen e.V. lud am 6. Mai 2026 zu einem interkulturellen Vortrag ein.
Harun Gülten berichtete im Bürgerzentrum Hofberg über Trauer und Sterben aus islamischer Sicht. Der Vortrag gab Einblicke in den Umgang mit Tod, Abschied und Trauer im Islam. Dabei wurden religiöse Perspektiven vorgestellt und ihre Bedeutung für die Trauer- und Sterbebegleitung aufgezeigt.

Radlwallfahrt des Hospizvereins Pfaffenhofen

Gut gelaunt starteten am 1. Mai 2026 morgens um 6:00 Uhr vier Mitglieder des Hospizverein Pfaffenhofen e.V. zu einer Radlwallfahrt nach Altötting.
Bei wunderschönem Sommerwetter steuerte das Quartett Manhartsdorf an, wo zur Mittagsrast zwei weitere Wallfahrer zu ihnen stießen. Mit 5 weiblichen und einem männlichen Aktiven ging es weiter durch das wunderschöne oberbayrische Hügelland.
Nach 75 Kilometern stieg die Gruppe von den Rädern, das erste Etappenziel war erreicht. In Lappach durften sich die müden Beine nach einem guten Abendessen für eine Nacht ausruhen. Was besonders der Teilnehmerin, die im Gegensatz zum Rest der Truppe, ohne elektronische Unterstützung fuhr, sehr gelegen kam.
Während der zweitägigen Tour machte die Gruppe sechs Mal Station um bei Andachten, Gottesdiensten oder mit meditativen Texten dem Wallfahrtsgedanken gerecht zu werden. Ohne Pannen oder Unfälle kamen die Wallfahrer schließlich erschöpft, aber glücklich um halb drei nach weiteren 50 Kilometern in Altötting an wo als passender Ausklang die Messe in der Magdalenen Kirche besucht wurde.

Am 11. März 2026 um 19:30 Uhr im Rathaus-Festsaal Pfaffenhofen a.d.Ilm erwartete uns eine musikalische Lesung von und mit Karin Hoisl-Schmidt unter dem Titel „7 Tage Sterben und ein ganzes Leben“
Musikalische Lesung … oder „Der Leben ist scheen!“
Die vielen Gäste (nicht nur aus den Reihen des Hospizvereins ) im gut besetzten Rathaussaal erwartete eine sehr persönliche Lesung der vielseitig begabten und engagierten Psychologin, Sängerin und Autorin Karin Hoisl-Schmidt. Sie stellte mit Gitarre und drei Liedern im Gepäck ihr Buch „7 Tage Sterben und ein ganzes Leben“ vor, in dem sie von den letzten Lebenstagen ihres Vaters erzählt, die sie im familiären Umfeld als Tochter mitbegleiten durfte – und die so viel anders abliefen als sie jemals erwartet hätte. Beeindruckend, wie humorvoll, unterhaltsam und gleichzeitig würdevoll die Autorin vom Sterben erzählt und singt und den Tod dadurch mitten ins Leben hineinnimmt – nicht als Bedrohung, sondern als Anlass, das volle Leben in seiner Endlichkeit umso mehr zu schätzen, zu lieben und zu gestalten. Gedankenimpulse dazu durften alle Zuhörer*innen in Form einer Bingo-Karte mit nach Hause nehmen, um diesen besonderen Abend für sich nachwirken zu lassen.

Ausstellung NOCH MAL LEBEN
Von der Unglaublichkeit des Endlichen / Walter Schels, Beate Lakotta, Christofer Kochs vom 30. August bis 29. September 2024 in Kooperation mit den Neuen Kunstverein Pfaffenhofen e.V.

NOCH MAL LEBEN / Von der Unglaublichkeit des Endlichen / Eine Betrachtung

Eine großartige, zutiefst beeindruckende Ausstellung in der Pfaffenhofener Kunsthalle. Mancher mag vielleicht eine Scheu davor haben, sich Fotos von Sterbenden und deren Tod anzuschauen. Aber das ist ein großes Erlebnis: Da ist nichts Erschreckendes, Abstoßendes, es ist nicht nur ein Erlebnis, sondern auch eine Erkenntnis: Auch ich werde einmal so sein. Jede Persönlichkeit zeigt keine Angst, strahlt Gelassenheit, Feierlichkeit, Würde aus.
Man sieht auch, dass die Bilder des renommierten Fotografen Walter Schels und die Begleittexte dazu von der Journalistin Beate Lakotta in einem Prozess entstanden sind, der im Lauf der Jahre bei Beiden gewiss zu Entwicklung und Erkenntnis geführt hat. Von allen Fotografien haben mich die Darstellungen des 17monatigen kleinen Mädchens am tiefsten bewegt: Mit offenen Augen, Nasensonde, staunend, gelassen, nichts Untröstliches ist da, und – dann, auf dem Totenbild: einfach so, strahlt das Kind eine ungeheure Weisheit, tiefes Wissen aus.
Auch die Werke des Künstlers Christofer Kochs zeigen seine innere Einstellung zum Tod. Besonders überzeugt haben mich seine Worte, als er sagte, dass der Körper des Verstorbenen immer mehr zur Materie wird, und dann, wenn er „leer“ geworden ist, sich die Frage der Unglaubwürdigkeit des Endlichen auftut. Aus eigener Erfahrung kann ich dem beipflichten. Ich wollte, dass mein Mann, nachdem sein Tod eingetreten war, zu Hause aufgebahrt werde. Die drei Tage und Nächte, die ich bei ihm sitzen konnte, haben mir gerade das gezeigt: Zunächst schien er noch zu leben, sein Gesicht strahlte Ruhe, Entspannung und Gelassenheit aus, Stunde um Stunde wurde er immer mehr zum bloßen Körper, immer ferner, leerer, sein Körper war nur noch Hülle. Und als ich am dritten Morgen das Fenster öffnete, schien etwas Letztes von ihm zu verschwinden, ich spürte etwas von der Unglaublichkeit des Endlichen, da war etwas Tröstliches und ich weiß nun, dass der Tod, wie wir ja wissen, zum Leben dazu gehört.
So beschreibt es auch John Muir, (ca. 1867) eindrücklich in seinem Buch „A Thousand Mile Walk To The Gulf“ während seines nächtlichen Aufenthalts auf dem Bonaventura Friedhof in Savannah.
Abschließend möchte ich sagen, dass alle Diejenigen, die etwas über den Tod erfahren, die über das übliche Denken über den Tod hinausgehen wollen, diese Ausstellung unbedingt besuchen sollten.
Astrid v. dem Borne

Tag der offenen Tür war ein großer Erfolg

Im Rahmen unseres Jubiläumsprogrammes zum 30jährigen Bestehen unseres Hospizvereins am Samstag, dem 22. Juni 2024 hatten wir zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen. Unsere Räumlichkeiten standen von 10.00 Uhr bis 13.00 Uhr  für Interessierte jeden Alters offen. Viele Besucher fanden den Weg, da fleißige Helferinnen auf dem Wochenmarkt beim bereits bekannten Info-Stand des Hospizvereins auch auf die Veranstaltung aufmerksam machten. Bei Kaffee und Kuchen konnte man mit ehrenamtlichen Hospiz- und TrauerbegleiterInnen und den hauptamtlichen Mitarbeiterinnen des Vereins ins Gespräch kommen. Es wurden Vorträge zur Patientenverfügung, Sterbe- und Trauerbegleitung sowie zur Kindertrauergruppe ANIMA angeboten, die durchwegs gut angenommen wurden. Für interessierte BesucherInnen bestand auch die Möglichkeit, Fragen zu stellen oder auch ein ruhiges Zweiergespräch zu führen. Die Veranstaltung war ein großer Erfolg und eine schöne Gelegenheit, den Verein der Öffentlichkeit im Jubiläumsjahr zu präsentieren.

 

Am 21.07.2022 konnten wir Pater Anselm Grün für den Vortrag „Selig die Trauernden“ gewinnen. Anselm Grün erklärte in seinem Vortrag, dass es das Ziel des Trauerprozesses ist, zu den Verstorbenen aber auch zu uns selbst eine neue Beziehung aufzubauen. Dabei helfen Rituale und die Hinwendung zur Gegenwart, damit wir nicht um die Vergangenheit kreisen. Trotzdem dürfen wir uns mit dem Verstorbenen verbunden fühlen. Pater Anselm Grüns Vortrag war sehr informativ und hilfreich, den Trauerprozess besser zu verstehen. Seine Übung mit unserem inneren Kind hat das gesagte verinnerlicht.

Ein besonderes Angebot hatte der Hospizverein am 17.  Juli 2022. Mit dem Innenstadtexpress ging es an Orte, die sich um palliative und hospizliche Belange kümmern. Auf dem Weg lagen die Ilmtalklinik mit dem Palliativmedizinischen Dienst, der Physiotherapie, der Krankenhausseelsorge sowie dem Sozialdient, dann die Caritas Hauptstelle und zuletzt wurde der Friedhof, mit Pfarrer, Friedhofsverwaltung, Bestatter und Steinmetz angefahren. Alle Bereiche erklärten den Teilnehmern, in welcher Art und Weise sie dem schwerkranken Menschen und seinen Angehörigen Unterstützung geben können. Während der Fahrt informierten die Hospiz-koordinatorinnen und einige Hospizbegleiterinnen die Teilnehmer über ihre Arbeit.

Der Hospizverein Pfaffenhofen e.V. hielt am Freitag, den 23. April 2021 um 19.30 Uhr einem Online Vortrag mit Prof. Dr. habil. Martina Plieth aus Nürnberg (EvHN). In ihrem Vortrag ging es darum, mit Hilfe von Kinderbildern zum Thema „Sterben, Tod und Trauer“ in kindliche Denk- und Fühlwelten einzuführen.
Kinder nehmen Sterbevorgänge und auch herandrängende Todeswirklichkeit anders wahr als Erwachsene. Ihre Einstellungen und Reaktionen können überraschen und manchmal auch erschrecken; ihre Kommentare sind oft bildreich und erinnern an u. U. längst vergessene eigene Vorstellungswelten. – Wer mit Kindern im Umfeld der Todesthematik angemessen – also tröstend im umfassenden Sinne und nicht nur vertröstend – umgehen möchte, sollte dies berücksichtigen und versuchen, sich über deren Ängste und Hoffnungen zu informieren, um Möglichkeiten der hilfreichen Begleitung bereitstellen zu können.

Hospizverein Pfaffenhofen finanziert Palliative Care Schulung für Mitarbeiter der Ilmtalklinik
Im Oktober 2019 ging ein langgehegter Wunsch des Hospizvereins Pfaffenhofen in Erfüllung: der Palliativmedizinische Dienst an der Ilmtalklinik begann mit seiner Arbeit.
Ein Jahr später, Anfang Oktober 2020, konnte der Hospizverein Pfaffenhofen in Zusammenarbeit mit HOPAS, Hospiz- & Palliative Care Schulungen gGmbh mit Sitz in Freising, einen Palliative Care Basis Kurs im Vortragssaal der Ilmtalklinik organisieren. Um den palliativen Gedanken auf eine breitere Basis zu stellen und den PMD zu unterstützen, finanzierte der Hospizverein die Schulung für Mit­arbei­ter der Klinik. „Denn gerade für das Krankenhauspersonal sind grundlegende Kennnisse im Palliative Care Bereich eine Erleichterung im alltäglichen Umgang mit schwer-kranken Patienten und das nicht nur für die Pflegekräfte des neu geschaffenen palliativmedizinischen Dienstes. Sicherheit im Umgang mit schwer erkrankten Patienten und ihren Angehörigen ist für alle wichtig“, sagt Karin Post, Koordinatorin beim Hospizverein Pfaffenhofen und Mitarbeiterin des palliativmedizinischen Dienstes der ITK.
Die Resonanz der Teilnehmerinnen war durchweg positiv.

Der Hospizverein spendet dem Palliativteam der Ilmtalklinik einen Pflegewagen
Der Hospizverein Pfaffenhofen e.V. hat 2020 dem Palliativmedizinischen Dienst an der Ilmtalklinik Pfaffenhofen einen Pflegewagen gespendet. Damit kann das Palliativ-team bei der Betreuung von Patienten alle notwendigen Utensilien stets mit sich führen. Elisabeth Haimerl, ärztliche Leitung des Palliativmedizinischen Dienstes an den Ilmtalkliniken, freut sich über die Spende: „Der Pflegewagen ist sehr praktisch und erleichtert uns die Arbeit sehr.“
Das ganze Palliativteam der Ilmtalklinik Pfaffenhofen dankt dem Hospizverein herzlich für die Spende.

30.06.2017 um 22:00 Uhr: „Die Ilm brennt“ zwischen Arlmühle und Freibad– 1000 Kerzen schwimmen auf der Ilm zum Gedenken an die vom Hospizverein begleiteten Menschen.

Mit tatkräftiger Unterstützung der Pfaffenhofener Wasserwacht wurden die ca. 1000 schwimmenden Kerzen auf der Ilm zu einem besonderen Ereignis, das auch viele Zuschauer auf den beiden Ilmbrücken begeisterte.